Diese Definition der Alleinarbeit stammt aus der Empfehlung R 416 der CNAMTS (Caisse nationale de l'assurance maladie des travailleurs salariés). Im Arbeitsgesetzbuch gibt es keine offizielle Definition von Alleinarbeit. Die Empfehlung dient daher als Referenz, um Situationen von allein ausgeführter und potenziell gefährlicher Arbeit zu identifizieren.
Schutz von allein arbeitenden Arbeitnehmern
Alleinarbeitende Person: Wie lautet die Definition?
published on 09/01/2026
Written by editor
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Eine Person gilt als alleinarbeitend, wenn sie allein, außerhalb der Sicht- oder Hörweite anderer Personen und in einem potenziell gefährlichen Umfeld arbeitet.
Alleinarbeitende: Was steht auf dem Spiel?
Alleinarbeit ist kein Risiko im eigentlichen Sinne. Dennoch ist dieser Arbeitskontext besonders anspruchsvoll, da die üblichen Verhaltensweisen und Routinen nicht dieselben sind wie bei einer Tätigkeit in direkter Anwesenheit anderer Personen.
Bei Alleinarbeit ist es schwieriger, einen Unfall schnell zu erkennen und der betroffenen Person Hilfe zu leisten. Deshalb muss jeder Arbeitgeber seine Mitarbeitenden über die bestehenden Verfahren informieren und sie darin schulen, wie im Notfall Hilfe ausgelöst wird. Darüber hinaus verpflichtet das Arbeitsrecht den Arbeitgeber, den Schutz seiner Mitarbeitenden sicherzustellen.
Was sagt das Gesetz über Alleinarbeitende?
Der Arbeitgeber ist dafür verantwortlich, die Sicherheit und Gesundheit seiner Mitarbeitenden zu gewährleisten. Das Arbeitsgesetzbuch enthält zwar keine genaue Definition von Alleinarbeit, macht aber deutlich, dass geeignete Maßnahmen getroffen werden müssen, um Beschäftigte zu schützen.
Der Arbeitgeber muss die Risiken ermitteln, denen Alleinarbeitende ausgesetzt sind, und sicherstellen, dass sie im Notfall schnell Hilfe erhalten.
Welche Risiken bestehen für Alleinarbeitende?
Alleinarbeit kann die Gefährdung von Beschäftigten erhöhen, da sie sich an ihrem Arbeitsplatz allein befinden. Im Falle eines Unfalls können sie unter Umständen keinen Alarm auslösen, oder ein Unwohlsein wird nicht schnell genug erkannt.
Die Risiken sind vielfältig und sollten im Rahmen einer Risikobewertung genau identifiziert werden:
- Unwohlsein: Ein Mitarbeitender wird ohnmächtig und niemand ist in der Nähe, um zu helfen.
- Unfall: Ein Techniker arbeitet in der Höhe und stürzt.
- Überfall: Ein Mitarbeitender hält sich spät abends in einem wenig frequentierten Bereich auf.
- Aggressives Verhalten: Eine Empfangsmitarbeiterin ist allein und wird mit wütenden oder bedrohlichen Kunden konfrontiert.
Wer gilt als alleinarbeitend?
Alleinarbeit betrifft nicht nur besonders gefährliche oder extreme Tätigkeiten. Jeder Arbeitgeber muss sich auf die Definition der CNAMTS stützen, um Mitarbeitende zu identifizieren, die allein oder außerhalb der Sicht- und Hörweite anderer Personen arbeiten.
Bestimmte Branchen sind häufiger betroffen, etwa technische Dienste und Wartung, Industrie und Logistik, Sozial- und Verbandswesen, Gebietskörperschaften sowie Verkaufsstellen.
Wie kann man Alleinarbeitende schützen?
Wenn alle Alleinarbeitenden identifiziert sind, sollten Sie sämtliche Situationen erfassen, die ein Risiko darstellen können - unabhängig davon, ob sie einmalig oder regelmäßig auftreten. Anschließend müssen diese Risiken bewertet, reduziert und in einen Schutzplan für Alleinarbeitende überführt werden.
Zusätzlich sollte ein zur Tätigkeit passendes Alarmsystem eingerichtet werden, damit im Notfall schnell Hilfe geleistet werden kann. Dieser individuelle Schutz muss mit einer geeigneten Rettungsorganisation verbunden sein, die während der gesamten Dauer der Alleinarbeit erreichbar und reaktionsfähig ist. So stellen Sie sicher, dass Mitarbeitende im Ernstfall schnell unterstützt werden.
Welches Alarmgerät sollte man wählen?
Es gibt verschiedene Arten von Alarmgeräten für Alleinarbeitende. Bei der Auswahl sollten Sie die damit verbundenen Risiken und den Arbeitskontext genau berücksichtigen. Das Gerät muss den Arbeitsablauf unterstützen, ohne die Tätigkeit zu behindern.
Ist eine Person einem Überfallrisiko ausgesetzt, sollte sie ein Gerät erhalten, mit dem sie diskret und unauffällig Alarm auslösen kann.