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Téléphones pour la protection des travailleurs isolés de la marque Scutum Premium Services

Schutz von allein arbeitenden Arbeitnehmern

published on 09/01/2026

Das PTI-Telefon (DATI): Funktionsweise und Auswahlhilfe

Written by Nawres Chelbi

Ein PTI-Telefon, auch GSM-DATI oder PTI-Smartphone genannt, ist ein Mobiltelefon zum Schutz von allein arbeitenden Personen. Mithilfe einer integrierten Anwendung kann es – wie andere PTI-/DATI-Lösungen auch – Stürze (Verlust der aufrechten Körperhaltung oder Bewegungslosigkeit), Unwohlsein oder Übergriffe erkennen und melden.

Was ist ein PTI-Telefon?

Ein PTI-Telefon (Protection du Travailleur Isolé – Schutz allein arbeitender Personen) ist ein Gerät, das Gefahrensituationen bei allein arbeitenden Personen erkennt und automatisch einen Alarm an eine zuständige Stelle auslösen kann. Es nutzt Sensoren wie Beschleunigungssensor, Gyroskop und GPS, um den Zustand und die Bewegungen des Trägers kontinuierlich zu überwachen.

Bei einem Vorfall – beispielsweise einem Sturz, einem medizinischen Notfall, dem Verlust der aufrechten Körperhaltung, einem Übergriff oder längerer Bewegungslosigkeit – löst das Gerät einen Alarm aus. Dadurch können Rettungskräfte, ein Vorgesetzter oder eine Notruf- bzw. Leitstelle schnell informiert werden.

Welche zwei Arten von PTI-Telefonen gibt es?

Im allgemeinen Sprachgebrauch lassen sich zwei große Kategorien unterscheiden:

Das GSM-DATI (Dispositif d'Alarme pour Travailleur Isolé) bezeichnet ein spezielles Endgerät, das ausschließlich für den Schutz allein arbeitender Personen entwickelt wurde. Es ist robust, verfügt über eine hohe Autonomie und integriert die Alarmfunktionen direkt im Gerät. Es wird insbesondere in industriellen Bereichen eingesetzt.

Das PTI-Smartphone

Hierbei handelt es sich um ein Android-Smartphone oder iPhone, auf dem eine PTI-Anwendung installiert ist. Je nachdem, ob die Anwendung nativ integriert ist (also bereits vom Hersteller in das Gerät integriert wurde) oder lediglich heruntergeladen werden kann, können sich die Zuverlässigkeit und die Verantwortlichkeiten des Arbeitgebers erheblich unterscheiden.

Nach dem deutschen Arbeitsschutzrecht ist der Arbeitgeber verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu treffen. Dazu gehört insbesondere die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung und die Festlegung geeigneter Schutzmaßnahmen. Für gefährliche Alleinarbeiten können Personen-Notsignal-Anlagen (PNA) eine geeignete technische Schutzmaßnahme darstellen. Die DGUV Regel 112-139 beschreibt hierzu Anforderungen und Vorgehensweisen für den Einsatz von Personen-Notsignal-Anlagen.

Das PTI-Smartphone mit integrierter Anwendung

Einige Hersteller bieten Smartphones an, bei denen die PTI-Anwendung direkt in die Firmware des Endgeräts integriert ist. Sie kann vom Benutzer weder deinstalliert noch deaktiviert oder umgangen werden: Sie ist ein fester Bestandteil des Geräts – ebenso wie die Kamera oder das GPS-Modul.

Für den Arbeitgeber stellt dies eine wichtige Sicherheitsgarantie dar: Der Schutz ist kontinuierlich aktiv und hängt nicht vom Verhalten des Mitarbeiters ab. Solche Geräte eignen sich insbesondere für Bereiche mit erhöhtem Risiko, beispielsweise Industrie, Baugewerbe, technische Wartung, Sicherheitsdienste oder Nachtarbeit.

Konkrete Vorteile:

  • Kontinuierlich aktiver Schutz
  • Kein Risiko einer versehentlichen oder absichtlichen Deaktivierung
  • Reduzierung menschlicher Fehler
  • Zentrale Verwaltung und Überwachung der Geräte
  • Nachweis über die Bereitstellung eines geeigneten Schutzmittels im Falle eines Unfalls

Diese Lösung wird heute in vielen risikoreichen Arbeitsumgebungen bevorzugt eingesetzt: Industrie, Energieversorgung, Sicherheitsdienste, technische Wartung oder Nachtarbeit.

Ein weiterer, häufig unterschätzter Vorteil ist die Akzeptanz durch die Mitarbeiter. Sie verwenden ein herkömmliches Smartphone mit einer vertrauten Benutzeroberfläche und profitieren gleichzeitig im Hintergrund von den PTI-Funktionen.

Eine herunterladbare PTI-Anwendung auf einem persönlichen Smartphone

Einige Unternehmen entscheiden sich für eine PTI-Anwendung, die über den App Store oder Google Play auf dem Smartphone des Mitarbeiters installiert wird. Schnelle Einführung, geringe Investitionen in Hardware und kein zusätzlicher Bedarf an speziellen Endgeräten – die Vorteile liegen zunächst auf der Hand.

Diese Lösung weist jedoch reale Einschränkungen auf, die häufig unterschätzt werden. Eine Anwendung kann deinstalliert oder deaktiviert werden, die erforderlichen Berechtigungen können entzogen werden, ein Systemupdate kann ihre Funktionsweise beeinträchtigen oder die Anwendung kann im Hintergrund geschlossen werden, um Akkuleistung zu sparen.

Kommt es zu einem Unfall und funktioniert das System zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht mehr, kann dies für den Arbeitgeber erhebliche Konsequenzen haben. Die kurzfristige Kostenersparnis kann im Schadensfall teuer werden.

Aus diesem Grund bevorzugen Verantwortliche für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz häufig professionelle, kontrollierbare Lösungen – insbesondere dann, wenn mit erhöhten beruflichen Risiken zu rechnen ist.

Wie funktioniert ein PTI-Telefon im Gefahrenfall?

Möglichkeiten zur Alarmauslösung

Ein PTI-Telefon kann je nach Risikoniveau und den im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung identifizierten Szenarien auf verschiedene Weise einen Alarm auslösen.

Manuelle Alarmauslösung

Der Mitarbeiter drückt bewusst eine dafür vorgesehene SOS-Taste.

Beispiel: Ein Sicherheitsmitarbeiter, der mit einem unauffälligen Übergriff konfrontiert wird, kann einen stillen Alarm auslösen, ohne die Aufmerksamkeit der angreifenden Person auf sich zu ziehen.

Erkennung von Bewegungslosigkeit

Das System erkennt eine länger andauernde Bewegungslosigkeit innerhalb eines einstellbaren Zeitraums.

Diese Funktion ist besonders hilfreich für:

  • nächtliche Kontrollgänge;
  • Arbeitsplätze ohne direkte Anwesenheit anderer Personen;
  • Techniker, die allein arbeiten.

Beispiel: Ein Wartungstechniker erleidet einen medizinischen Notfall und verliert das Bewusstsein, ohne heftig zu stürzen. Bleibt er 45 Sekunden lang bewegungslos, löst das System automatisch einen Alarm aus.

Erkennung des Verlusts der aufrechten Körperhaltung (Totmannfunktion)

Das Telefon erkennt eine ungewöhnliche oder geneigte Körperposition, die auf einen Sturz oder einen medizinischen Notfall hinweisen kann.

Diese Funktion wird insbesondere eingesetzt in:

  • der Industrie;
  • dem Baugewerbe;
  • der technischen Wartung.

Beispiel: Ein Elektriker erleidet in einem Technikraum einen Herz-Kreislauf-Notfall und bricht zusammen. Das Gerät erkennt die ungewöhnliche horizontale Position und löst innerhalb weniger Sekunden einen Alarm aus.

Erkennung von Stößen oder schweren Stürzen

Bestimmte Modelle verfügen über Sensoren, die starke Erschütterungen oder Aufpralle erkennen können.

Diese Funktion ermöglicht eine schnellere Erkennung von:

  • einem Sturz von einer Leiter;
  • einem Unfall auf einer Baustelle;
  • einem plötzlichen medizinischen Notfall.

Beispiel: Ein Dachdecker rutscht von einem Dach und stürzt mehrere Meter in die Tiefe. Der Beschleunigungssensor erkennt die starke Verzögerung beim Aufprall und sendet sofort einen Alarm einschließlich GPS-Position.

Verlust der Netzwerk- oder Verbindung

Einige Geräte können automatisch einen Alarm auslösen, wenn die Netzwerk- oder GPS-Verbindung über einen längeren Zeitraum unterbrochen ist.

Dies ist insbesondere in abgelegenen oder technisch anspruchsvollen Bereichen wichtig.

Beispiel: Ein Mitarbeiter, der in einem Untergeschoss arbeitet, verliert seit mehr als fünf Minuten die Netzabdeckung. Das System informiert automatisch den Vorgesetzten, der eine Person zur Überprüfung der Situation schicken kann.

„Mir geht es gut“-Meldung

Der Mitarbeiter muss regelmäßig über einen Check-in bestätigen, dass es ihm gut geht.

Erfolgt innerhalb des festgelegten Zeitraums keine Bestätigung, wird ein Alarm ausgelöst.

Beispiel: Ein Lieferfahrer, der nachts unterwegs ist, muss alle 30 Minuten seine Anwesenheit bestätigen. Um 2 Uhr morgens reagiert er auf zwei aufeinanderfolgende Erinnerungen nicht – daraufhin wird ein Alarm an die zuständige Leit- oder Notrufstelle übermittelt.

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Sylvain Parienti, Vertriebsingenieur bei Scutum Premium Services

Das beste PTI-System ist dasjenige, das der Mitarbeiter akzeptiert und richtig verwendet. Ein ohne Erklärung oder Schulung vorgeschriebenes Gerät kann zu Ablehnung führen. Werden die Mitarbeiter vor Ort in die Auswahl der Ausstattung einbezogen, steigt die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass der Schutz im entscheidenden Moment tatsächlich aktiv ist.

Der Alarmierungsprozess

Nach der Auslösung durchläuft der Alarm einen strukturierten Prozess in mehreren Schritten:

1. An wen wird der Alarm übermittelt?
Interne Ansprechpartner (Vorgesetzter, Sicherheitsverantwortlicher, diensthabender Kollege) oder eine rund um die Uhr besetzte Notruf- bzw. Leitstelle.

2. Wie wird der Alarm übermittelt?
Der Alarm wird über eine IP-Verbindung übertragen. Dafür ist eine WLAN- oder 4G-Verbindung erforderlich. Je nach gewählter Konfiguration kann das Telefon anschließend automatisch die zuvor festgelegten Kontakte anrufen und ihnen eine SMS senden oder den Alarm direkt an eine Leitstelle übermitteln, die dessen Bearbeitung übernimmt.

3. Welche Informationen werden übermittelt?
Identität des Mitarbeiters, Art des ausgelösten Alarms sowie GPS-Position einschließlich Datum und Uhrzeit.

4. Bearbeitung des Alarms
Versuch einer direkten Sprachverbindung mit dem Mitarbeiter, Überprüfung der Situation und gegebenenfalls Alarmierung der Rettungskräfte.

In der Praxis kann die schnelle Bearbeitung eines Alarms bei einem schweren Unfall entscheidend sein.

Welche Funktionen sollte ein gutes PTI-Telefon haben?

  • Zuverlässigkeit der Erkennung: Präzision der Sensoren zur Erkennung von Bewegungslosigkeit und Verlust der aufrechten Körperhaltung.
  • Geolokalisierung: präzise und schnelle Ortung über GPS oder A-GPS, auch in schwierigen Umgebungen. In Innenräumen können je nach Verfügbarkeit auch WLAN- oder Bluetooth-Signale genutzt werden. Für Unternehmen, die eine Echtzeitverfolgung der Bewegungen ihrer allein arbeitenden Mitarbeiter benötigen, stellt die kontinuierliche Geolokalisierung allein arbeitender Personen eine besonders sinnvolle Ergänzung zu PTI-/DATI-Lösungen dar, um die Intervention der Rettungskräfte im Falle eines Vorfalls zu beschleunigen.
  • Konnektivität: Unterstützung mehrerer Mobilfunkanbieter, 4G-Konnektivität, gute Netzabdeckung und Widerstandsfähigkeit gegenüber Signalverlust.
  • Audio und Kommunikation: leistungsfähiges Mikrofon und Lautsprecher für eine klare bidirektionale Kommunikation im Notfall.
  • Akkulaufzeit: langlebiger Akku und Warnung bei niedrigem Akkustand.
  • Robustheit und Langlebigkeit: IP-Schutzart gegen Wasser und Staub sowie Stoßfestigkeit.
  • Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit: einfache Handhabung für den Mitarbeiter und gut zugängliche Tasten.
  • Integration: Möglichkeit zur Verbindung mit einer Überwachungsplattform oder einer rund um die Uhr besetzten Leitstelle.
  • Stille und diskrete Alarme: besonders wichtig bei Übergriffen oder Bedrohungssituationen.
  • Regelmäßige Testfunktion: zur Überprüfung der ordnungsgemäßen Funktionsfähigkeit des Geräts.
  • Spezifische Zertifizierungen: insbesondere ATEX-Zertifizierung, wenn die Arbeitsumgebung dies erfordert.

Vorschriften: Welche Pflichten hat der Arbeitgeber?

Die allgemeine Verpflichtung zum Arbeitsschutz

Entgegen einer weit verbreiteten Annahme schreibt das deutsche Recht nicht ausdrücklich die Verwendung eines PTI-Telefons vor.

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) verpflichtet Arbeitgeber jedoch dazu, die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu treffen. Dazu gehören insbesondere Maßnahmen zur Vermeidung von Gefährdungen, zur Information und Unterweisung der Beschäftigten sowie eine regelmäßige Bewertung der Arbeitsbedingungen.

Diese Verpflichtung gilt grundsätzlich für alle Arbeitsbereiche und nicht nur für die traditionell als „risikoreich“ geltenden Branchen. Ein Verwaltungsmitarbeiter, der allein unterwegs ist, ein Techniker im Bereitschaftsdienst oder eine Fachkraft, die allein Hausbesuche durchführt, kann ebenfalls Situationen ausgesetzt sein, in denen eine Person allein arbeitet und im Notfall nicht unmittelbar Hilfe erhalten kann.

Bei Alleinarbeit muss der Arbeitgeber daher prüfen, ob eine besondere Gefährdung besteht und welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind. Je nach Risikoniveau können organisatorische, technische oder personenbezogene Maßnahmen notwendig sein.

Die Gefährdungsbeurteilung: der verpflichtende Ausgangspunkt

Jede Maßnahme sollte mit der Gefährdungsbeurteilung gemäß § 5 ArbSchG beginnen. Der Arbeitgeber muss die Arbeitsbedingungen systematisch analysieren und dabei insbesondere Situationen berücksichtigen, in denen Beschäftigte allein arbeiten.

Zu den möglichen Risiken gehören beispielsweise:

  • Stürze;
  • Übergriffe;
  • medizinische Notfälle;
  • Unfälle mit Maschinen oder gefährlichen Arbeitsmitteln;
  • fehlende Möglichkeit, schnell Hilfe zu erhalten.

Auf Grundlage dieser Gefährdungsbeurteilung werden anschließend die geeigneten Schutzmaßnahmen festgelegt. Bei bestimmten Formen der Alleinarbeit können Personen-Notsignal-Anlagen (PNA) eine geeignete technische Schutzmaßnahme darstellen. Die DGUV Regel 112-139 enthält hierzu konkrete Hinweise für den Einsatz von Personen-Notsignal-Anlagen.

Information, Unterweisung und Wartung

Die Bereitstellung eines Geräts allein reicht nicht aus. Der Arbeitgeber muss:

  • die Mitarbeiter informieren über die Risiken, die mit ihrer Alleinarbeit verbunden sind;
  • die Nutzer unterweisen im Umgang mit dem Gerät und den Notfallverfahren;
  • die Geräte funktionsfähig halten, einschließlich regelmäßiger Überprüfungen, erforderlicher Updates und des Austauschs defekter Akkus.

Folgen bei Verstößen

Die Einhaltung der Arbeitsschutzpflichten liegt in der Verantwortung des Arbeitgebers. Werden erforderliche Schutzmaßnahmen nicht umgesetzt und kommt es infolge einer unzureichenden Gefährdungsbeurteilung oder fehlender Schutzmaßnahmen zu einem Unfall, können arbeitsrechtliche, zivilrechtliche und gegebenenfalls strafrechtliche Konsequenzen entstehen.

Deshalb ist es entscheidend, die Gefährdung von allein arbeitenden Personen bereits im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen und geeignete Schutzmaßnahmen umzusetzen.

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Gut zu wissen

Die bloße Bereitstellung eines Geräts reicht nicht aus, wenn dieses im entscheidenden Moment nicht funktionsfähig ist. Regelmäßige Funktionskontrollen und eine ordnungsgemäße Wartung sind daher wesentliche Bestandteile eines wirksamen Schutzkonzepts.

In welchen Branchen ist ein PTI-Telefon besonders wichtig?

Baugewerbe / Bauwesen: Arbeiten in der Höhe, abgelegene Baustellen sowie der Umgang mit Maschinen und schweren Geräten. Das Risiko schwerer Stürze ist hier besonders hoch.

Industrie / Produktionsstätten: Nachtarbeit, Wartungsarbeiten in abgelegenen Bereichen und laute Arbeitsumgebungen, in denen ein Hilferuf möglicherweise nicht gehört wird.

Wartung und Instandhaltung: Servicetechniker, die allein vor Ort arbeiten und häufig mit unter Spannung stehenden oder unter Druck stehenden Anlagen und Geräten umgehen.

Pflege / Gesundheits- und Sozialdienste: ambulante Pflege, medizinische Fachkräfte und Sozialarbeiter bei Hausbesuchen sowie mögliche Übergriffe in bestimmten Situationen.

Logistik / Transport: Fernfahrer, Mitarbeiter in Lagerhallen und Beschäftigte, die nachts allein oder in kleinen Teams arbeiten.

Sicherheitsdienste / Bewachung: nächtliche Kontrollgänge und die Überwachung weitläufiger Gelände. Ein stiller Alarm kann hier besonders wertvoll sein.

Einzelhandel / Hotellerie: alleinige Öffnung oder Schließung eines Geschäfts sowie Nachtpersonal an der Rezeption ohne weitere Kollegen vor Ort.

In all diesen Bereichen ersetzt PTI nicht die bestehenden Sicherheitsverfahren, sondern ergänzt sie. Im Falle eines plötzlichen Vorfalls oder eines menschlichen Fehlers kann das System dazu beitragen, dass die Alarmierungs- und Rettungskette automatisch ausgelöst wird.

Wie wählt man das richtige PTI-Telefon aus? Die wichtigsten Kriterien

1. Bedürfnisse und Risiken analysieren

Vor der Auswahl eines Geräts muss der konkrete Nutzungskontext geklärt werden. Einige Fragen bilden die Grundlage für die Analyse:

  • Ist die Alleinarbeit gelegentlich, regelmäßig oder dauerhaft?
  • Findet die Arbeit in Innenräumen, im Freien oder in beiden Umgebungen statt? Gibt es Bereiche ohne Netzabdeckung?
  • Welche Risiken haben Priorität: Sturz, Übergriff, medizinischer Notfall oder Unfall mit einer Maschine?
  • Ist der Arbeitsbereich als ATEX-Zone klassifiziert?
  • Ist das Mobilfunknetz auf dem gesamten Gelände stabil?
  • Ist eine 24/7-Überwachung durch eine Leitstelle erforderlich oder reicht eine Alarmierung interner Ansprechpartner aus?

Die richtige Wahl des Geräts hängt immer vom tatsächlichen Risikoniveau ab, das anhand dieser Kriterien bewertet werden muss.

2. Den richtigen Gerätetyp auswählen

Drei große Kategorien von Lösungen stehen zur Verfügung, die jeweils unterschiedlichen Risikoniveaus und Anforderungen entsprechen.

Das dedizierte GSM-DATI-Gerät eignet sich besonders für Bereiche mit hohem Risiko und strengen Anforderungen an die Sicherheit: Industrie, Bauwesen, ATEX-Zonen oder anspruchsvolle Arbeitsumgebungen mit Stößen, Staub oder Feuchtigkeit. Seine robuste Bauweise, die unabhängige Akkulaufzeit und die speziell auf Sicherheitsfunktionen ausgerichtete Konzeption machen es zur bevorzugten Lösung, wenn ein Ausfall keine Option ist.

Das Smartphone mit nativer PTI-Anwendung stellt einen guten Kompromiss für Mitarbeiter mit moderater Mobilität dar, die dennoch ein hohes Maß an Zuverlässigkeit benötigen: Außendiensttechniker, Wartungsteams, Mitarbeiter im Bereitschaftsdienst oder Beschäftigte im Dienstleistungsbereich. Da die Anwendung direkt in die Firmware integriert und nicht deinstallierbar ist, bietet sie eine hohe Betriebssicherheit und ermöglicht gleichzeitig die Nutzung eines klassischen Smartphones.

Eine herunterladbare PTI-Anwendung auf einem persönlichen Smartphone sollte dagegen nur für Situationen mit geringem bis moderatem Risiko in Betracht gezogen werden und nur dann, wenn der Arbeitgeber ein konsequentes Kontrollverfahren eingerichtet hat. Dazu gehören regelmäßige Funktionsprüfungen, Schulungen und definierte Kontrollprozesse. Diese Lösung bleibt im Falle eines technischen oder menschlichen Fehlers am anfälligsten.

Bei Unsicherheit ist es besser, das Risiko eher zu überschätzen als zu unterschätzen: Die Kosten eines unzureichenden Schutzsystems im Falle eines Unfalls können in keinem Verhältnis zum Preisunterschied zwischen den verschiedenen Lösungen stehen.

3. Die tatsächlichen Einsatzbedingungen überprüfen

Viele PTI-Projekte scheitern daran, dass Tests unter optimalen Bedingungen durchgeführt werden, nicht jedoch unter den tatsächlichen Bedingungen vor Ort.

Deshalb sollten insbesondere folgende Punkte unter realen Einsatzbedingungen getestet werden:

  • Netzabdeckung;
  • Geolokalisierung;
  • Akkulaufzeit;
  • Auslösung und Übertragung der Alarme;
  • Benutzerfreundlichkeit in Kombination mit persönlicher Schutzausrüstung (PSA).

4. Die geeignete Alarmierungsoption auswählen

Eine 24/7 besetzte Leitstelle empfiehlt sich insbesondere für Mitarbeiter, die regelmäßig allein arbeiten, für Situationen mit erhöhtem Risiko oder für Unternehmen ohne eigenes Bereitschaftsteam.

Die Alarmierung interner Ansprechpartner kann bei gelegentlichen Situationen oder als ergänzende Maßnahme ausreichend sein, sofern eine tatsächliche Erreichbarkeit und Reaktionsfähigkeit gewährleistet ist.

5. Die Gesamtbetriebskosten berechnen

Der Kaufpreis macht nur einen Teil der tatsächlichen Investition aus. Um zwei Lösungen fair miteinander zu vergleichen, sollten sämtliche Kosten über die gesamte Nutzungsdauer berücksichtigt werden:

  • SIM-Karte bzw. Kommunikationskosten;
  • Vertrag mit einer Leitstelle;
  • Wartung;
  • technischer Support;
  • Schulung der Mitarbeiter;
  • Austausch der Geräte am Ende ihrer Lebensdauer.

Diese Kosten können je nach Gerätetyp, Anzahl der Nutzer und gewähltem Serviceniveau erheblich variieren. Deshalb ist es in der Regel sinnvoller, ein individuelles Angebot auf Grundlage einer Bedarfsanalyse anzufordern, anstatt sich auf einen allgemeinen Preis zu verlassen, der den konkreten Einsatzkontext nicht berücksichtigt.

In jedem Fall kann ein Gerät, das zwar in der Anschaffung günstiger ist, aber keinen zuverlässigen Kundendienst bietet, langfristig teurer werden als eine umfassende und gut integrierte Lösung – insbesondere wenn ein Ausfall genau im entscheidenden Moment auftritt.

6. Den Ruf und die Erfahrung des Anbieters überprüfen

Die Wahl des Partners ist genauso wichtig wie die Wahl der Hardware. Bei einer Beratung sollten unter anderem folgende Fragen gestellt werden:

  • Wie lange ist der Anbieter im Bereich des Schutzes allein arbeitender Personen tätig?
  • Verfügt er über Referenzen in der eigenen Branche?
  • Wie leistungsfähig ist der technische Support?
  • Kann er das Unternehmen bei der Umsetzung der erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen begleiten?

Die angebotene Betreuung sollte idealerweise Folgendes umfassen:

  • eine Analyse der Risiken;
  • die Konfiguration der Geräte;
  • die Schulung der Mitarbeiter;
  • Wartung;
  • technischen Support;
  • Unterstützung bei der Einhaltung der geltenden Vorschriften.

Eine Analyse der tatsächlichen Arbeitsbedingungen vor Ort ermöglicht es häufig, Risiken zu erkennen, die bei einer rein theoretischen Betrachtung übersehen werden.

Scutum Premium Services unterstützt Unternehmen jeder Größe bei der Einführung von PTI-/DATI-Lösungen, die an die jeweiligen Anforderungen vor Ort angepasst sind.

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FAQ: Häufig gestellte Fragen zum PTI-Telefon

Kann ein herkömmliches Smartphone als PTI-Telefon verwendet werden?

Ja, ein herkömmliches Smartphone kann mithilfe einer speziellen Anwendung für Android oder iOS als PTI-Telefon eingesetzt werden.

Vorteile:

  • Geringere Kosten, da kein zusätzliches Endgerät angeschafft werden muss
  • Vertraute Bedienung: Der Mitarbeiter verwendet ein Gerät, das er bereits kennt, wodurch die Akzeptanz erleichtert wird
  • Schnelle Einführung innerhalb eines Teams oder Unternehmens

Einschränkungen gegenüber einem dedizierten DATI-Gerät:

  • Geringere Robustheit: Ein herkömmliches Smartphone ist nicht dafür ausgelegt, Stößen, Staub oder Feuchtigkeit in anspruchsvollen Arbeitsumgebungen dauerhaft standzuhalten
  • Begrenzte Akkulaufzeit durch die kombinierte private und berufliche Nutzung des Geräts, im Gegensatz zu einem DATI-Gerät, dessen Akku ausschließlich für die Alarmierungsfunktion zur Verfügung steht
  • Unterschiedliche Zuverlässigkeit der Anwendung: Eine herunterladbare Anwendung kann deinstalliert oder deaktiviert werden, erforderliche Berechtigungen können entzogen werden oder die Funktion kann durch ein Systemupdate beeinträchtigt werden. Dies ist bei einer nativen, in die Firmware integrierten Anwendung oder einem dedizierten DATI-Gerät deutlich weniger wahrscheinlich

Diese Lösung setzt daher eine speziell entwickelte und zuverlässige Software voraus und sollte vorzugsweise für Situationen mit moderatem Risiko eingesetzt werden.

Ist ein PTI-Telefon gesetzlich vorgeschrieben?

Nein, das deutsche Recht schreibt nicht ausdrücklich die Verwendung eines bestimmten PTI-Telefons oder einer bestimmten technischen Lösung vor.

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) verpflichtet Arbeitgeber jedoch dazu, die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Sicherheit und Gesundheit ihrer Beschäftigten zu treffen. Dazu gehört insbesondere die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung.

Wenn die Gefährdungsbeurteilung eine Situation mit Alleinarbeit und einem relevanten Risiko feststellt, muss der Arbeitgeber geeignete Schutzmaßnahmen festlegen. Dazu können organisatorische Maßnahmen, regelmäßige Check-ins, Kommunikationsverfahren oder technische Lösungen wie eine Personen-Notsignal-Anlage (PNA) gehören.

PTI-/DATI-Lösungen stellen eine besonders zuverlässige technische Möglichkeit dar, um eine schnelle Alarmierung und gegebenenfalls die Ortung einer allein arbeitenden Person zu ermöglichen.

Wie hoch ist der durchschnittliche Preis eines PTI-Telefons?

Die Preise variieren erheblich und hängen unter anderem von folgenden Faktoren ab:

  • Robustheit des Geräts;
  • integrierte Funktionen;
  • eventuelle ATEX-Zertifizierung;
  • Art der Überwachung;
  • 24/7-Leitstellenservice oder interne Alarmierung.

Aufgrund dieser Unterschiede gibt es keinen aussagekräftigen Durchschnittspreis. Die tatsächlichen Kosten hängen vom jeweiligen Einsatzkontext und vom gewünschten Serviceniveau ab.

Der sinnvollste Ansatz besteht daher darin, ein individuelles Angebot auf Grundlage einer konkreten Bedarfsanalyse einzuholen.

Gilt ein Telearbeiter als allein arbeitende Person?

Ja, möglicherweise. Ein Mitarbeiter, der im Homeoffice allein arbeitet und bei einem Notfall nicht schnell Unterstützung erhalten kann, kann je nach konkreter Situation als allein arbeitende Person betrachtet werden.

Im Falle eines medizinischen Notfalls, eines Unfalls oder eines anderen Problems muss auch diese Situation im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden.

Der Arbeitgeber sollte daher prüfen, ob die Arbeitssituation besondere Risiken beinhaltet. Je nach Ergebnis können verschiedene Maßnahmen vorgesehen werden:

  • ein regelmäßiges Check-in-System;
  • ein Anruf- oder Kontaktverfahren in festgelegten Intervallen;
  • eine PTI-Lösung, beispielsweise eine Anwendung auf einem beruflich genutzten Smartphone.

Es gibt keine allgemeingültige Lösung: Entscheidend ist die individuelle Gefährdungsbeurteilung der jeweiligen Arbeitssituation.

Kann ein PTI-Telefon in einer ATEX-Zone verwendet werden?

Nicht jedes Gerät. Eine ATEX-Zone, also ein Bereich mit explosionsfähiger Atmosphäre, erfordert Geräte, die speziell für den Einsatz in solchen Umgebungen zertifiziert sind.

Die Verwendung eines herkömmlichen Geräts in einer solchen Zone kann eine potenzielle Zündquelle darstellen und damit ein erhebliches Sicherheitsrisiko schaffen.

Es gibt ATEX-zertifizierte PTI-/DATI-Geräte, die speziell für diese besonderen Anforderungen entwickelt wurden.

Weitere Informationen zu geeigneten Lösungen für explosionsgefährdete Arbeitsumgebungen finden Sie in unserem speziellen Artikel über ATEX-Smartphones und DATI-/PTI-Lösungen für explosionsgefährdete Umgebungen.