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Guide vérification extincteurs

Brandschutz

published on 06/01/2026

Umfassender Leitfaden zur Prüfung von Feuerlöschern

Willkommen zu unserem umfassenden Leitfaden zur Prüfung von Feuerlöschern. Er richtet sich an Unternehmen, Sicherheitsbeauftragte und Privatpersonen, die sicherstellen möchten, dass ihre Feuerlöscher den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und im Ernstfall zuverlässig funktionieren.

Regelmäßige Prüfungen sind nicht nur wichtig für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, sondern auch entscheidend für die Sicherheit von Personen und Gebäuden im Brandfall.

Vorschriften und Normen für die Prüfung von Feuerlöschern

Relevante Normen und Regelwerke

  • APSAD-Regel R4: Installation und Wartung von Feuerlöschern
  • APSAD-Installationsregel R4: mobile Feuerlöscher
  • Norm NF S 61-919: Wartung von Feuerlöschern
  • Norm NF S 61-922: Wartung tragbarer, fahrbarer und fest installierter Feuerlöscher
  • Leitfaden zur Wartung tragbarer, fahrbarer und fest installierter Feuerlöscher

Empfohlene Intervalle für Inspektion und Prüfung von Feuerlöschern

Die Prüfung von Feuerlöschern ist gesetzlich geregelt und muss mindestens einmal jährlich von qualifiziertem Personal durchgeführt werden.

Lange Zeit galten vor allem die anerkannten Regeln der Technik als Bezugsrahmen. Im August 2001 trat mit der NF S 61-919 eine zugelassene französische Norm in Kraft. Sie wurde zur maßgeblichen Referenz für die Wartung mobiler Feuerlöscher und dient auch als Grundlage für Zertifizierungsaudits, etwa nach I4-NF285, die vom CNPP durchgeführt werden.

Scutum Incendie verfügt über diese Zertifizierung.

Wartung durch eine sachkundige Person

Der Betreiber muss sicherstellen, dass tragbare Feuerlöscher regelmäßig geprüft und gewartet werden. Die Wartung muss mindestens einmal jährlich durch eine sachkundige Person erfolgen, mit einer Toleranz von plus/minus zwei Monaten.

Ein tragbarer Feuerlöscher ist als nicht einsatzfähig einzustufen, wenn:

  • sein Zustand gefährlich ist
  • seine Benutzung ein Risiko darstellen könnte
  • sein Zustand eine ordnungsgemäße Funktion verhindert, etwa durch Inhaltsverlust oder Druckverlust außerhalb der zulässigen Toleranz
  • die für die Benutzung erforderlichen Informationen unleserlich geworden sind

Nach der Vor-Ort-Prüfung muss die sachkundige Person einen Bericht erstellen. Darin werden der Zustand jedes Feuerlöschers sowie gegebenenfalls erforderliche Korrekturmaßnahmen dokumentiert.

Außerdem ist zu prüfen, ob der Feuerlöscher den geltenden Vorschriften entspricht. Nach erfolgreicher Prüfung wird er mit einer Kennzeichnung wie „geprüft“ versehen, sofern er weiterhin einsatzfähig ist. Alle Informationen müssen zusätzlich in ein Register eingetragen werden.

Scutum Incendie unterstützt Sie dabei, Ihre Feuerlöscher gemäß den geltenden nationalen und internationalen Standards prüfen und warten zu lassen. So stellen Sie sicher, dass Ihre Geräte jederzeit einsatzbereit und ordnungsgemäß dokumentiert sind.

Wartungsintervalle und Lebensdauer von Feuerlöschern

  • Vorbeugende Wartung: jährlich
  • Erweiterte Zusatzwartung und Wiederbefüllung: nach 5 und 15 Jahren
  • Werkstattüberholung und Wiederbefüllung: nach 10 Jahren
  • Voraussichtliche Lebensdauer eines tragbaren Feuerlöschers: 20 Jahre

Die Intervalle beginnen mit dem Installationsdatum des Feuerlöschers. Dieses darf jedoch nicht mehr als ein Jahr nach dem auf dem Gehäuse angegebenen Herstellungsdatum liegen.

Die Wartung erfolgt in den Jahren 1, 2, 3, 4, 6, 7, 8, 9, 11 und so weiter. In den Jahren 5 und 15 ist eine erweiterte Wartung erforderlich. Im 10. Jahr erfolgt eine Werkstattüberholung einschließlich Wiederbefüllung und gründlicher Zusatzprüfung.

Arten von Feuerlöschern: Einsatzbereiche und Prüfung

1. Wasserfeuerlöscher

Einsatzbereich: Wasserfeuerlöscher eignen sich für Brände der Klasse A, also für feste organische Materialien wie Holz, Papier oder Textilien.

Prüfung: Die Prüfung von Wasserfeuerlöschern umfasst die Kontrolle des Wasserstands und die Sicherstellung, dass der Behälter weder korrodiert noch beschädigt ist. Außerdem muss geprüft werden, ob das Ventil ordnungsgemäß funktioniert.

2. Pulverfeuerlöscher

Einsatzbereich: Pulverfeuerlöscher sind vielseitig einsetzbar und wirksam bei Bränden der Klassen A, B und C. Sie eignen sich insbesondere für Brände mit brennbaren Flüssigkeiten, Gasen und elektrischen Geräten.

Prüfung: Bei der Prüfung von Pulverfeuerlöschern muss sichergestellt werden, dass das Pulver nicht verklumpt, da dies eine wirksame Abgabe verhindern kann. Wichtig sind außerdem die Kontrolle des Drucks und die Prüfung der Dichtheit des Behälters.

3. CO2-Feuerlöscher

Einsatzbereich: CO₂-Feuerlöscher werden bei Bränden der Klasse B sowie bei elektrischen Bränden eingesetzt, da sie keine Rückstände hinterlassen. Sie sind besonders geeignet für technische Räume, IT-Umgebungen und Küchen.

Prüfung: Die Prüfung von CO₂-Feuerlöschern umfasst die Gewichtskontrolle, um sicherzustellen, dass kein Gas ausgetreten ist. Auch Dichtungen und Auslösemechanismus müssen sorgfältig geprüft werden.

4. Schaumfeuerlöscher

Einsatzbereich: Schaum-Feuerlöscher sind bei Bränden der Klassen A und B wirksam. Sie eignen sich besonders für Brände mit festen Stoffen sowie brennbaren Flüssigkeiten.

Prüfung: Bei der Prüfung ist darauf zu achten, dass die Schaumlösung die richtige Konzentration aufweist und das Gerät frei von Blockaden ist, die die Ausbreitung des Schaums verhindern könnten.

5. Feuerlöscher mit halogenierten Löschmitteln

Einsatzbereich: Feuerlöscher mit halogenierten Löschmitteln wurden früher insbesondere bei Bränden der Klassen B und C sowie teilweise bei Klasse A eingesetzt. Sie galten als geeignet für Bereiche mit elektronischen Geräten, da sie keine Rückstände hinterlassen.

Prüfung: Die Prüfung ähnelt der von CO₂-Feuerlöschern: Es muss kontrolliert werden, ob der Inhalt vollständig vorhanden ist und ob alle Komponenten des Feuerlöschers ordnungsgemäß funktionieren.

Wichtiger Hinweis: Tragbare Halon-Feuerlöscher mit halogenierten Kohlenwasserstoffen dürfen seit dem 31.12.2003 nicht mehr verwendet und mussten vom Markt genommen werden.

Ablauf der Feuerlöscherprüfung: wichtige Schritte für Ihre Sicherheit

Die Prüfung von Feuerlöschern ist entscheidend, um ihre Funktionsfähigkeit im Notfall sicherzustellen. In diesem Abschnitt werden die wichtigsten Prüfschritte beschrieben: Sichtprüfung, Kontrolle von Gewicht und Druck sowie Prüfung des Nachfülldatums.

Jeder Schritt trägt dazu bei, dass Feuerlöscher einsatzbereit bleiben und die geltenden Sicherheitsanforderungen erfüllen.

1. Sichtprüfung

Bedeutung:
Die Sichtprüfung ist der erste Schritt bei der Feuerlöscherprüfung. Sie hilft, offensichtliche Mängel zu erkennen, die die Wirksamkeit des Feuerlöschers im Notfall beeinträchtigen könnten.

Prüfschritte:

Zugänglichkeit:
Prüfen Sie, ob der Feuerlöscher leicht zugänglich, gut sichtbar und nicht durch Gegenstände blockiert ist. Nur so kann er im Brandfall schnell eingesetzt werden.

Äußerer Zustand:
Untersuchen Sie den Feuerlöscher auf sichtbare Schäden wie Beulen, Risse oder Leckagen. Stellen Sie sicher, dass Griff, Abzug und andere Mechanismen intakt und funktionsfähig sind.

Korrosion oder Beschädigungen:
Achten Sie auf Korrosion am Gehäuse, insbesondere an Metallbehältern. Solche Schäden können die Struktur des Feuerlöschers schwächen und seine Sicherheit beeinträchtigen.

2. Prüfung von Gewicht und Druck

Bedeutung:
Dieser Schritt stellt sicher, dass der Feuerlöscher die richtige Menge an Löschmittel enthält und der Betriebsdruck im zulässigen Bereich liegt.

Prüfschritte:

Gewicht:
Wiegen Sie den Feuerlöscher, um zu prüfen, ob die angegebene Menge an Löschmittel vorhanden ist. Ein zu niedriges Gewicht kann auf ein Leck oder eine frühere Verwendung hinweisen.

Druck:
Kontrollieren Sie das Manometer, um sicherzustellen, dass sich der Zeiger im grünen Bereich befindet. Ist der Druck zu niedrig oder zu hoch, muss der Feuerlöscher von einer qualifizierten Fachkraft nachgefüllt oder repariert werden.

3. Prüfung des Nachfülldatums

Bedeutung:
Diese Prüfung stellt sicher, dass das Löschmittel nicht abgelaufen ist und der Feuerlöscher im Brandfall zuverlässig funktioniert.

Prüfschritte:

Letzte Nachfüllung:
Prüfen Sie das Datum der letzten Nachfüllung auf dem Etikett des Feuerlöschers. Die Norm empfiehlt eine Nachfüllung nach jedem Gebrauch oder gemäß den Vorgaben des Herstellers.

Verfallsdatum:
Kontrollieren Sie auch das Verfallsdatum des Löschmittels. Ist das Löschmittel abgelaufen, muss es ersetzt werden, damit der Feuerlöscher einsatzbereit bleibt.

Schulung und Bewusstsein: der Schlüssel zur richtigen Verwendung und Prüfung von Feuerlöschern

Die Schulung von Mitarbeitenden im richtigen Umgang mit Feuerlöschern und im Erkennen von Anzeichen, die eine Prüfung erforderlich machen, ist entscheidend für die Sicherheit einer Organisation. Scutum Brandschutz zeigt, warum solche Schulungen wichtig sind und welche praktischen Fähigkeiten Ihre Mitarbeitenden benötigen, um im Brandfall wirksam reagieren zu können.

Bedeutung von Schulungen im Umgang mit Feuerlöschern

Hintergrund:
Brände im beruflichen Umfeld verursachen jedes Jahr erhebliche Personen- und Sachschäden. Eine angemessene Schulung im Umgang mit Feuerlöschern kann Risiken und Schäden deutlich verringern.

Ziele:

Vorbereitung:
Mitarbeitende erhalten die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten, um im Brandfall schnell und richtig zu reagieren.

Sicherheit:
Schulungen stärken das Vertrauen der Mitarbeitenden im Umgang mit Feuerlöschern und helfen, Panik sowie Fehler in Krisensituationen zu vermeiden.

So sind Mitarbeitende im Ernstfall besser vorbereitet und können schnell, sicher und wirksam handeln.

Inhalt der Feuerlöscher-Schulung

Feuerlöschertypen:
Vermitteln Sie die Unterschiede zwischen Wasser-, Pulver-, CO₂- und weiteren Feuerlöschern sowie die Brandklassen, für die sie geeignet sind.

Bedientechniken:
Schulen Sie grundlegende Techniken wie die P.A.S.S.-Methode (Pull, Aim, Squeeze, Sweep): Sicherungsstift ziehen, auf den Brandherd zielen, Griff drücken und Löschmittel gleichmäßig verteilen.

Praxisübungen:
Organisieren Sie Brandsimulationen, damit Mitarbeitende den Einsatz von Feuerlöschern in einer kontrollierten Umgebung üben können.

Bedeutung der Sensibilisierung für die Feuerlöscherprüfung

Ausfälle vermeiden:
Sensibilisieren Sie Mitarbeitende für die Bedeutung regelmäßiger Feuerlöscherprüfungen. So wird sichergestellt, dass die Geräte im entscheidenden Moment einwandfrei funktionieren.

Mängel erkennen:
Schulen Sie Mitarbeitende darin, Anzeichen wie Korrosion, sichtbare Schäden oder einen falschen Druck am Manometer zu erkennen.

Probleme melden:
Machen Sie deutlich, dass jedes festgestellte Problem sofort gemeldet werden muss, damit Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden können.


 

Durchführung von Schulungen und Sensibilisierung

Regelmäßige Planung:
Erstellen Sie einen Schulungsplan, damit alle Mitarbeitenden regelmäßig geschult werden und neue Mitarbeitende direkt nach ihrer Einarbeitung die erforderliche Unterweisung erhalten.

Aktualisierung des Wissens:
Integrieren Sie aktuelle Entwicklungen im Bereich Brandschutz und Feuerlöschtechnik in Ihre Schulungsinhalte.

Zusammenarbeit mit Fachleuten:
Wenn Sie Scutum Incendie mit der Durchführung der Schulungen beauftragen, stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeitenden präzise, praxisnahe und normgerechte Informationen erhalten.